Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)
Arndt, Gross & Conti Drucken E-Mail

   Richie Arndt - Timo Gross - Alex Conti

Ausverkaufte Konzerte in ganz Deutschland, begeisterte Kritiker (Nominierung zum Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik), frenetisch feierndes Publikum – was nach großer Besetzung und viel Technik klingt, können Richie Arndt und Timo Gross auch alleine. Denn dies ist die Bilanz ihres Akustikprojekts „The Vineyard Sessions“, mit dem sie seit dem Winter 2009/2010 unterwegs sind.  Auf dem 2009 bei Fuego veröffentlichten Album war Gregor Hilden als dritter Mann zu hören, und für Volume II  haben sich die beiden Sänger und Gitarristen eine Größe der internationalen Musikgeschichte ins Boot geholt: den ehemaligen Lake-Gitarristen Alex Conti. Mit ihm gehen sie mit ihrer neuen CD "Crossing Borders" bereits zum 3. Mal  auf eine Reise durch die abwechslungsreichen Formen des Blues, streifen Rock und Country und verbinden alles zu einer außergewöhnlichen Mischung – getragen allein von drei Akustikgitarren, virtuosem Können und langjähriger Erfahrung.

alt

Im August 2011 trafen sich die drei Musiker erneut für die neuesten Aufnahmen in Bad Bergzabern im Studio von Timo Gross. In entspannter Atmosphäre mit Blick auf die südpfälzischen Weinberge, entstand das neue Werk. Wieder wurde die zwölf Titel des Albums live eingespielt – mit all der Energie des direkten Zusammenspiels. Zum Einsatz kamen allein Western-, Konzert- und Resonatorgitarren.

Dass mit Alex Conti ein Top-Gitarrist der internationalen Szene den dritten Platz einnimmt, ist stringent. Denn in seinem Konzept und seiner Umsetzung ist das Projekt von Timo Gross und Richie Arndt ebenso anspruchsvoll wie erfolgreich. Conti machte schon in den 70er Jahren von sich Reden. Mit der deutschen Nummer-1-Rockband Atlantis tourte er im Vorprogamm von Aerosmith durch die USA und spielte vor Lynyrd Skynyrd, bevor er 1975 bei Lake einstieg – mit ihr ging er unter anderem mit Wishbone Ash auf Europa-Tournee, spielte auf Festivals mit Größen wie Bob Dylan, Eric Clapton und Genesis. Nach einer kurzen Auszeit in den 80ern meldete sich Conti zurück – mit seinem ersten Soloalbum. Hatte er bereits zu Lake-Zeiten als Songschreiber von sich reden gemacht, so verblüfft er mit „Conti“ (1981) und „ Continued“ (1984) erneut. Der Gitarrist und Sänger präsentiert sich mit seiner eigenen Musik und Band befreit und unabhängig – ohne sein virtuoses Spiel einzubüßen. Unzählige Konzerte und Tourneen in verschiedenen Besetzungen geben ihm seitdem Recht.

So können Gross und Arndt auf einen Kollegen bauen, mit dem sie viele Facetten ihrer Kunst verbinden. Wie sie scheut Conti keine stilistischen Abstecher, weiß um sein Können und schätzt die Zusammenarbeit mit gleichsam kreativen Musikern. Die drei Gitarristen zeigen sich nach ihren erfolgreichen Band- und Soloprojekten mit "Crossing Borders"  von ihrer ruhigeren Seite – charismatisch, energiegeladen, lustvoll. Denn auch ohne Rhythmusgruppe funktionieren Blues, Rock und Country. Das Album lebt vom Zusammenspiel dreier routinierter Künstler, von ihrer Leidenschaft, die in jeder Note mitschwingt. Ungefiltert lassen sie ihre Zuhörer an den Stücken teilhaben, sich auf die Finger und in die Seelen schauen. Das Trio nimmt sie mit auf die Bühne, ins Studio oder Wohnzimmer – je nach eigener Stimmung. Es  lebt seine Musik. Diese Kraft macht „Crossing Borders“ nicht nur für Bluesfreunde zu einem außergewöhnlichen Genuss.

 

Text : Sandra Dörr


Weitere Infos auch unter http://www.myspace.com/thevineyardsessions